Neugestaltung der Western Range-Galerien
Dienstag, 04.03.2025
Lina Ghotmeh gewinnt Architekturwettbewerb für das British Museum

Das British Museum hat Lina Ghotmeh Architecture als Gewinner des internationalen Architekturwettbewerbs für die Neugestaltung der Western Range-Galerien bekannt gegeben. Die Architektin überzeugte mit einem nachhaltigen und materialbewussten Konzept, das den historischen Kontext des Museums respektiert und zugleich eine visionäre Transformation verspricht.
Das British Museum hat bekannt gegeben, dass Lina Ghotmeh Architecture den Wettbewerb zur Neugestaltung der Western Range-Galerien gewonnen hat. Der Architekturwettbewerb, der neun Monate dauerte und über 60 Einreichungen erhielt, wurde in zwei Phasen durchgeführt. Fünf Finalisten stellten ihre Konzepte vor, doch Ghotmehs Entwurf setzte sich als einstimmiger Favorit durch.
Lina Ghotmeh, eine preisgekrönte Architektin mit Sitz in Paris, verfolgt einen „archäologischen“ Designansatz: Sie betrachtet die Vergangenheit eines Gebäudes, um daraus seine Zukunft zu formen. Ihr Entwurf für das British Museum zeichnet sich durch materialbewusste Architektur und eine enge Verbindung zu den historischen Strukturen des Hauses aus. Besonders ihre nachhaltige Nutzung natürlicher Materialien überzeugte die Jury.
Die Entscheidung für Ghotmeh wurde von einem Gremium aus Architekturexpert*innen und Vertretenden des Museums getroffen, darunter Museumsdirektor Nicholas Cullinan und Vorsitzender George Osborne. Cullinan lobte ihre „außergewöhnliche und materialbewusste architektonische Vision“, während Osborne betonte, dass ihre Ideen sowohl die Geschichte als auch die Zukunft des Museums einfangen.
Ghotmeh und ihr Team werden nun gemeinsam mit dem Museum die Entwürfe weiterentwickeln. Die finalen Pläne sollen bis Mitte 2026 stehen. Die Neugestaltung der Western Range-Galerien ist ein zentraler Bestandteil des Masterplans, der eine umfassende Modernisierung des Museumsgebäudes vorsieht – eines der bedeutendsten kulturellen Renovierungsprojekte weltweit.