Konjunkturrückgang

Mittwoch, 22.12.2021

Materialmangel bremst Bauunternehmen

Die Bauunternehmen wurden durch den anhaltenden Materialmangel in ihrer Produktion gebremst, die Betriebe meldeten einen realen Umsatzrückgang im Bauhauptgewerbe für den gesamten Zeitraum von Januar bis September ein reales Minus von 5,4 Prozent.

„Unsere Befürchtung ist damit leider eingetroffen. Für das vierte Quartal scheint sich aber eine leichte Entspannung bei der Versorgung mit Baumaterialien abzuzeichnen, zumindest deutet die Preisentwicklung einzelner Produkte darauf hin. So gingen die Erzeugerpreise für Bauholz und Betonstahl im Oktober binnen Monatsfrist um 10 Prozent bzw. um 5 Prozent zurück.“ Mit diesen Worten kommentierte der Hauptgeschäftsführer der Bauindustrie, Tim-Oliver Müller, die in der neuesten Ausgabe des Aktuellen Zahlenbildes veröffentlichten Konjunkturindikatoren für die Bauwirtschaft.

Müller weiter: „Die durch die Lieferengpässe verursachten Verzögerungen in der Bauausführung machen sich mittlerweile auch in der Reichweite der Auftragsbestände bemerkbar. Diese haben mit 4,6 Monaten einen noch nie dagewesenen Oktober-Höchststand erreicht.“ Im Oktober 2020 hätte die Reichweite nur bei 4,1 Monaten gelegen, viele Aufträge wären bis dahin abgearbeitet gewesen. „Nicht so in diesem Jahr. Die Reichweite der Bestände könnte sich noch erhöhen, schließlich kamen noch weitere Aufträge hinzu.“ 

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